Verführerische Pariser Mode für Hafsia

Fans kennen Hafsia Herzi als Rym, die in „Couscous mit Fisch“ Slimane Beiji (Habib Boufares) beim Aufbau seines Bootsrestaurants hilft. Preise als beste Nachwuchsschauspielerin 2008 erhielt die damals Neunzehnjährige für diese Rolle gleich mehrfach: der Marcello-Mastroianni-Preis und der César. In vielen Filmprojekten konnte die exotische Schönheit seitdem Rollen ergattern; so auch im vergangenen Jahr im französischen Filmdrama „Haus der Sünde“, das unter dem Originaltitel ‚L’Apollonide – Souvenirs de la maison close‚ bei den internationalen Filmfestspielen 2011 in Cannes vorgestellt wurde. Bertrand Bonello führte Regie; die TV+Synchron Berlin GmbH war für die deutsche Fassung verantwortlich, die in Deutschland am 19. April 2012 erschien.

Die Handlung

„Haus der Sünde“ spielt in einem Pariser Bordell während der Zeit des endenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Die Geschichte dreht sich ausschließlich um zwölf Frauen im Alter zwischen 16 und 30 Jahren, die in dem Bordell leben und als Prostituierte arbeiten. Dass ihr Etablissement kein schnöder „Puff“ ist, ist Mme Marie-France (gespielt von Noémie Lvovsky) wichtig zu betonen; vielmehr ein respektables Edel-Bordell für Kunden der gehobenen, anspruchsvollen Gesellschaftsschichten. Ein Ort, an den elegante, manchmal gefährliche Männer kommen, um Damen in halb-freizügiger Belle-Époque-Mode und feiner Seidenunterwäsche zu treffen. Die weibliche Hauptbesetzung neben Hafsia Herzi ist so namenhaft wie damenhaft:

  • Hafsia Herzi als Samira, die Algerierin
  • Céline Sallette als Clotilde „Schönbein“
  • Jasmine Trinca als Julie „Caca“
  • Adèle Haenel als Léa, die Puppe
  • Alice Barnole als Madeleine, die Jüdin
  • Iliana Zabeth als Pauline, die Kleine
  • Noémie Lvovsky als Madame Marie-France

Die Mode

Für die Kostüme der Damen im „Haus der Sünde“ war Anaïs Romand, ebenfalls ausgezeichnet mit einem César, zuständig. Ihr lag es daran, den Charakter jedes Mädchens zu erfassen und ihn visuell widerzuspiegeln. Samira (Hafsia Herzi) trägt somit zum Beispiel häufig die Farbe Rot, womit Bezug genommen wurde auf ihre fremdländische Herkunft und ihr exotisches Äußeres. Im wunderschönen Kontrast dazu steht das einheimische, französische Flair, das Romand geschafft hat, ihren Kostümen durch Stoffe und Materialien ausschließlich original französischen Fabrikats zu verleihen.

„Haus der Sünde“ erschien am 28. Mai 2012 auf DVD und Blu-ray. Hafsia Herzi wird als nächstes für uns in „Exit Marrakech“, einem Film von Oscar-Gewinnerin Caroline Link, zu bewundern sein. Ein Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest.

Foto: Vintage Frillies von Penelope Felicity, CC-BY

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