Kino.to-User nach Abschaltung verunsichert

Nach der großangelegten Razzia gegen kino.to-Betreiber in Leipzig wurde die online-streaming-Website für Filme geschlossen.

Seit Mittwoch ist die Homepage nicht mehr erreichbar und viele der User (Die Seite besuchten angeblich über 4 Millionen täglich) machen sich nun Sorgen, was mit ihren Daten geschieht.

Die Polizei hat Computer, Server und Akten in den kino.to-Räumen beschlagnahmt.
Ob sich die Nutzer der Seite strafbar gemacht haben, ist juristisch unklar.
Unter Rechtsexperten gilt die Auffassung, dass die reine Nutzung von Internetstreams keine Straftat darstellt, da keine Inhalte auf die eigene Festplatte kopiert werden.
Vertreter der Filmindustrie sehen dies anders und erwägen gerichtliche Schritte gegen die Nutzer.

Auf der gesperrten Webseite kino.to veröffentlichte die Polizei einen Hinweis.

Hinweis der Kriminalpolizei auf KINO.to:

Die Domain zur von Ihnen ausgewählten Webseite wurde wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung zur gewerbsmäßigen Begehung von Urheberrechtsverletzungen geschlossen. Mehrere Betreiber von KINO.TO wurden festgenommen. Internetnutzer, die widerrechtlich Raubkopien von Filmwerken hergestellt oder vertrieben haben, müssen mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen.

Ob User dagegen rechtliche Schritte fürchten müssen erscheint momentan eher unwahrscheinlich, ein Rechtsexperte dazu in BILD:
„Aus meiner Sicht haben die Nutzer von kino.to schon keine Straftat begangen, da der reine Konsum von Streamingdiensten nicht rechtswidrig ist, sagt Solmecke, „das gilt jedenfalls immer dann, wenn keine Kopie des Streams auf dem eigenen Rechner hergestellt wird.“

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