Admiral General Aladeen alias Sacha Baron Cohen

Wohl kaum ein Schauspieler und Filmemacher bringt regelmäßig so viele voneinander abweichende Schlagzeilen zustande wie Sacha Baron Cohen. Erst war es Borat, der Kasache, der sogar für diplomatischen Missmut sorgte, dann kam mit Brüno der nächste Knaller ins Kino, und nun ist der neueste Film Der Diktator auf dem Weg auf die deutschen öffentlichen Großleinwände.

Parodie mit wahrem Kern

Die doch sehr andere Art des Humors, den der Brite jüdischer Abstammung besitzt, findet aber immer wieder viele Anhänger. Auch wenn die Auswüchse der Parodien oder des Humors die Grenze des guten Geschmacks manchmal überschreiten, der wahre Kern der Sache bleibt.

Admiral General Aladeen aus dem Wüstenstaat Wadiya

Bisher zeichneten sich Cohens Filme vor allem durch Spontanität aus, durch Flexibilität und die Fähigkeit, auf ein Drehbuch in strikter Form zu verzichten. Der neue Film jedoch, Der Diktator, welcher nun in die Kinos kommt, ist nicht mehr gänzlich nach diesem Schema gedreht. Es gibt eine klar strukturierte Handlung. Admiral General Aladeen beherrscht als „geliebter Unterdrücker“ den Wüstenstaat Wadiya, in welchem er mit Wissen aus Comics und Videospielen regiert, in Fantasie-Uniformen gekleidet ist und von einer weiblichen Garde in kurzen Miniröcken bewacht wird. Um sein Atom-Programm vor der UNO zu verteidigen, reist der General in die Vereinigten Staaten von Amerika, wo er von einem US-Patrioten entführt und gefoltert wird. Schließlich wieder befreit und entkommen, muss er sich mittellos und ohne seinen so wichtigen Bart durchschlagen.

Für jeden etwas dabei

Nicht ganz die gleiche sozialkritische Bissigkeit der Vorgängerfilme bringt Cohen mit dem Streifen in die Kinos. Aber trotzdem kommen Cohens Fans mit Sicherheit auf ihre Kosten. Denn die humoristische Komponente überwiegt – jeder bekommt sein Fett weg: Von Saddam bis Cheyney. Und auch in Gastrollen kommen Größen vor, die man kennt, wie etwa der pensionierte Talkmeister Larry King. Ab Donnerstag, dem 17.05.2012, ist der Film in den deutschen Kinos dem Publikum zugänglich.

Foto: Tunisia – Sahara von OnTheRocks76, CC-BY

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