Couscous mit Fisch – ein Erfolgsfilm aus Frankreich

Über das Cinéma Beur

Das französische Cinéma Beur, das Kino der nordafrikanischen Einwanderer, lebt seit mehr als drei Jahrzehnten für und mit seinen besonderen Filmen zum Thema Diskriminierung und Schwierigkeiten der maghrebinischen Bevölkerung bei der sozialen Integration in Frankreich. Bekannte Filme wie „La Haine“ – „Hass“ oder auch „Tee im Harem des Archimedes“ – „Le Thé au harem d’Archimède“ machten den Anfang der populären Filmart.

Langsam, doch nicht langweilig

Mit seinem preisgekrönten Werk „Couscous mit Fisch“ konnte Abdellatif Kechiche nun erneut das europäische Publikum begeistern dem Cinéma Beur zu einer neuen Blüte verhelfen. Allerdings muss der Zuschauer seinen Teil dazu beitragen, den Film in seiner Vollendung genießen zu können, denn ohne Konzentration ist den zahlreichen Personen, vielen Dialogen und wechselnden Orte über 150 Minuten nicht zu folgen. Und das alles bei einer Kameraführung und Regiearbeit, die bewusst Wert auf Langsamkeit legt. Die Erzählung wird mit Absicht nicht schneller erzählt – obwohl das durchaus möglich wäre. Doch die Porträtstudien, langsames Sprechen und das intensive Suchen nach Spuren von Emotionen sind bewusst gesetzt – und dies in einer erstklassigen Weise, so dass der Zuschauer trotz der zweieinhalb Stunden der Geschichte gebannt lauscht. Denn Langsamkeit kann auch lebendig und temperamentvoll sein – das ist das wenigste, das uns „Couscous mit Fisch“ lehrt.

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