Black Venus – Der neueste Film von Abdellatif Kechiche

Black Venus ist ein provokatives Drama, dass die Geschichte von Saartjes Baartman erzählt. Die junge Frau ist bekannt  als „Hottentot Venus“. Die Südafrikanische Khoi wurde Anfang des 19. Jahrhundert in Europa als eine Zirkusattraktion präsentiert und ausgestellt.

Außerhalb Südafrikas ist die tragische Geschichte von Saartjes Baartmann kaum bekannt. Regisseur Abdellatif Kechiche geht mit seinem Drama „Black Venus“ eine Thema an, dass für lange Zeit nicht im Auge der Öffentlichkeit war.

Die junge Khoi Frau arbeitete als Haushaltshilfe für den Europäer Hendrick Ceasar. 1808 nimmt er sie mit sich nach Europa. In der Hoffnung auf ein besseres Leben vertraut sie ihm. Nach der Ankunft in London verspricht Ceasar, dass er sie zu einer Berühmtheit machen wird. Einige Zeit später stellt er sie als eine Art Zirkusattraktion für die Öffentlichkeit aus. Die Ausstellung sorgte für Aufruhr in London und sie verlagern ihren Wohnort nach Paris. Auch in Paris wird sie ausgestellt. Diesmal zwingt Ceasar sie sich zu entkleiden und sich nahezu nackt vor den Schaulustigen zu präsentieren.

Die Show beginnt in kleinen Bars und findet schnell ihren Weg in die Salons der Aristokraten. Nachdem das Interesse der Bevölkerung nachlässt und Ceasar kein Geld mehr mit seiner „Hottentot Venus“ machen kann, stellt er sie für eine kurze Zeit in Bordellen aus. Dort endet sie in der Prostitution.

Zeitgleich finden französische Wissenschaftler gesteigertes Interesse an ihrer „abnormalen“ Anatomie. Sie publizieren, dass es sich bei der jungen Frau um das fehlende Glied in der Evolutionskette, zwischen Mensch und Affen handelt. Im Jahr 1815 verstirbt Saartje Baartman an einer Kombination aus Lungenentzündung und Geschlechtskrankheiten. Für lange Zeit wurden ihr Gehirn und ihr Geschlechtsteile in einem pariser Museum ausgestellt.

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